Rechtshilfefonds

Junge Flüchtlinge sind durch die Erfahrungen von Krieg, Gewalt und Unterdrückung im Heimatland und auf der Flucht traumatisiert und können oft nicht über das Erlebte sprechen. Eine positive Entscheidung über den Asylantrag ist aber von einer detaillierten und widerspruchsfreien Schilderung in der Asylanhörung abhängig. Viele junge Flüchtlinge erhalten daher erst im Klageverfahren eine Aufenthaltserlaubnis.

Junge Flüchtlinge fliehen vor kriegerischen Auseinandersetzungen, religiöser Verfolgung, Unterdrückung, Angst vor Blutrache, Vernichtung der Lebensgrundlagen, Zwangsheirat und vielem mehr.

Im deutschen Asylsystem ist dies jedoch oft schwer nachzuweisen. Von den Erlebnissen im Heimatland und auf der Flucht traumatisiert, fehlen ihnen die Worte, über das Erlebte zu sprechen. Gerade junge Menschen haben große Probleme, sich genau an Einzelheiten und Daten in der Heimat zu erinnern, vor allem, wenn sie monatelang unterwegs waren und auf der Flucht um ihr Überleben kämpfen mussten. In der Anhörung im Asylverfahren ist es aber wichtig, möglichst detailliert und ohne Widersprüche zu berichten. So werden viele Asylanträge in der ersten Instanz abgelehnt und es bleibt nur das Klageverfahren.

Mit Hilfe verständnisvoller und kompetenter Rechtsanwälte können Gründe für Abschiebeverbote nachgewiesen und die Verfahren positiv abgeschlossen werden. Rund 30 Prozent der jungen Menschen erhalten dadurch eine Aufenthaltserlaubnis.

Leider wird in vielen Fällen im Vorfeld eine Prozesskostenhilfe abgelehnt. Die Kosten der Verfahren betragen bis zu 1000,00 €. Mimikri unterstützt mit einem Teilbetrag, der Rest wird von den Flüchtlingen in Raten an den Rechtsanwalt bezahlt.

Dazu brauchen wir Ihre Spende! Unterstützen Sie junge Flüchtlinge, damit sie Fuß fassen können.

Der 16-jährige Ahmed flüchtete 2013 aus Afghanistan nach Deutschland. Als Angehöriger der ethnischen Minderheit der Hazara wurde er in seiner Heimat diskriminiert und lebte in ständiger Angst vor Angriffen der Taliban auf sein Dorf. Doch sein Asylantrag wurde abgelehnt. Durch das Klageverfahren erhielt Ahmed eine Aufenthaltserlaubnis aus humanitären Gründen. Mimikri unterstützte ihn mit einem Zuschuss für die Anwaltskosten. Seit er sich durch die Aufenthaltserlaubnis sicher fühlt, macht der junge Mann große schulische Fortschritte und sucht motiviert einen Ausbildungsplatz.

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