Interkulturelles Integrationstraining

Interkulturelles Integrationstraining
© nach Priscilla Hirschhausen

Grafik Interkulturelles Integrationstraining(1)

Integriert euch – das fordern Staat und Gesellschaft von Flüchtlingen. Nicht nur der Spracherwerb ist wichtig – wie lernen sie, welche Normen und Werte maßgeblich sind im Exilland? Wer erklärt ihnen die Vielfalt der unterschiedlichen und komplexen Systeme in Deutschland? Sprachbarrieren, mangelnde Transparenz und fehlende Kenntnisse über Rechte und Pflichten führen bei jungen Flüchtlingen in der Jugendhilfe häufig zu Missverständnissen und Frustrationen auf allen Seiten.

Mit den Sozialpädagogischen Integrationskursen sollen junge Flüchtlinge in einem sozial-pädagogisch-systemischen Rahmen die Möglichkeit erhalten, Werte, Normen und Regeln der Heimatkulturen und Religionen mit den in Deutschland üblichen in einen Kontext zu bringen. So können sie für sich erkennen, welche mitgebrachten Werte und Normen noch angemessen erscheinen und welche reflektiert werden müssen. Die Möglichkeit, den Raum und die Zeit hierfür zu haben, ist essentiell für die kognitive und emotionale Verarbeitung jedes Einzelnen und dient somit dem gelingenden Integrationsprozess. Eine solch intensive Beschäftigung und Bearbeitung ist dem pädagogischen Personal in den Wohngruppen aufgrund der individuellen Alltagsprobleme zeitlich nicht möglich.

Dieses Projekt wurde im August 2017 unter Leitung von Priscilla Hirschhausen mit zwei Gruppen der Clearingstelle Franken/ Inobhutnahme für umF mit insgesamt 19 Jugendlichen erfolgreich durchgeführt.